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Tageseltern bekommen mehr Geld


Tageseltern erhalten ab 2014 eine höhere Vergütung vom Ortenaukreis. Der Jugendhilfeausschuss beschloss in seiner heutigen Sitzung, die laufenden Geldleistungen für Tageseltern von fünf Euro pro Stunde auf 5,50 Euro – unabhängig vom Alter der betreuten Kinder - zu erhöhen. Die Geldleistungen sollen zukünftig pauschal ermittelt und abgerechnet werden. „Das bringt weniger Bürokratie und Verwaltungsaufwand sowohl bei den Tageseltern als auch beim Jugendamt. Die Mehrheit der baden-württembergischen Landkreise hat damit gute Erfahrungen gemacht“, so Jugendamtsleiterin Martina Walter.
Durch die Anhebung der Geldleistungen an Tageseltern erhöhen sich auch die Kostenbeiträge der Eltern. Diese steigen bei Eltern mit einem Monatsnettolohn von 2.500 Euro und einem Kind über drei Jahre mit einem Betreuungsaufwand von vier Stunden täglich um 35 Euro auf monatlich 364 Euro. Ist das betreute Kind unter drei Jahren (U3), erhöht sich der Beitrag um 17 Euro auf 79 Euro monatlich. Hier sind die Zuschüsse schon abgezogen, die das Land Baden-Württemberg für die Eltern von Kindern unter drei Jahren bereitstellt, um sie bei der Bezahlung der Betreuungskosten ihrer Tageseltern zu entlasten. „Der durchschnittliche Kostenbeitrag der Eltern von U3-Kindern bei vierstündiger Betreuung pro Tag liegt nach dieser Erhöhung bei 99 Euro und damit im Rahmen der Elternbeiträge in Kindertageseinrichtungen“, konkretisiert Walter.
In den Fällen, in denen der Kommunale Soziale Dienst des Landratsamts die Tagespflege als Hilfe zur Erziehung einsetzt, erhalten Tageseltern, die bereit sind, Kinder mit besonders herausforderndem Verhalten zu betreuen, zukünftig abhängig von der Betreuungszeit Zuschläge in Höhe von 75 bzw. 100 Euro statt bisher 50 bzw. 75 Euro monatlich. „Wir hoffen mit den höheren Zuschlägen wieder mehr Tageseltern zu finden, die bereit sind, Kinder mit herausforderndem Verhalten zu betreuen. Damit tragen sie zur Entzerrung schwieriger Situationen im Elternhaus bei“, sagt Walter. Die jährlichen Mehrkosten von etwa 13.500 Euro für den Ortenaukreis seien hier gut angelegt, so Walter: „Damit können teure Einzelfallhilfen begrenzt werden, die erforderlich sind, wenn Kinder nicht mehr bei ihren Eltern bleiben können oder die Regelschule verlassen müssen.“
Den Zuschuss für die Träger der Kindertagespflege, also das Diakonische Werk und die Tagesmüttervereine Offenburg und Kehl Hanauerland, setzte der Jugendhilfeausschuss im gleichen Maß wie im Jahr 2013 fest, nämlich in Höhe von 481.000 Euro. Dieser Zuschuss beinhaltet Mittel aus dem Finanzausgleich, einen Landeszuschuss, sowie die ergänzende Förderung des Kreises in gleicher Höhe. Er ermöglicht den Trägern die fachliche Begleitung und die Sicherung der Qualität der Kindertagespflege.
Der Ortenaukreis wird zukünftig zu den gleichen Bedingungen wie die Kindertagespflege zu Hause auch Kindertagespflege fördern, wenn diese statt in der Wohnung der Betreuungsperson in anderen geeigneten Räumen stattfindet. Diese Räume können bspw. von Kommunen oder Arbeitgebern bereitgestellt werden. Außerdem übernimmt der Kreis bei diesem Angebot für Unterdreijährige auch die Kosten für eine Vertretungskraft. Bereits bei einer Elternbefragung im Jahr 2010 hatten zahlreiche Eltern die Verlässlichkeit einer guten Betreuung als wesentliches Kriterium bei der Entscheidung für oder gegen die Kindertagespflege genannt. „Wir arbeiten zusammen mit den Trägern daneben auch am Aufbau eines Vertretungssystem für die Kindertagespflege, die im Haushalt der Tageseltern geleistet wird“, so die Jugendamtsleiterin.

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Fachtag Kindertagespflege beim Landratsamt "Erlebte und gelebte Bindungen machen Lust auf Welterkundung!"

Information des Jugendamts beim Landratsamt Ortenaukreis zur Tagespflege von Kindern unter drei Jahren


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»Seit dem 1. August 2013 haben Kinder, die das erste Lebensjahr vollendet haben, Anspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in der Kindertagespflege«, heißt es in einem Pressetext der Bildungsregion Ortenau (BRO). Im Ortenaukreis gibt es dazu ein umfangreiches Angebot, sowohl in den über 260 Kindertagesstätten als auch in der Kindertagespflege. Doch welche Einrichtung oder welche Tagesmutter kommt für das eigene Kind in Frage? Orientierung dazu soll der Bildungsatlas Ortenau geben. Auf www.bildungsatlas-ortenau.de ist eine Übersicht aller Kindertagesstätten im Ortenaukreis und ihrer Angebote zu finden. Seit dem 1. August neu enthalten sind auch die Träger der Kindertagespflege mit grundlegenden Informationen zu ihren Beratungs- und Vermittlungsangeboten zur Kinderbetreuung durch Tagespflegepersonen. Weiterführende Informationen zur Kindertagespflege sind auf den Seiten der Ortenauer Kindertagespflege unter www.ortenauer-kindertagespflege.de zu finden.
Der Online-Bildungsatlas wird von der Bildungsregion Ortenau (BRO), koordiniert. Seine Inhalte werden in Zusammenarbeit mit dem Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württernberg, dem Landratsamt Ortenaukreis und dem Staatlichen Schulamt Offenburg laufend aktualisiert.

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Fachtag Kindertagespflege beim Landratsamt "Erlebte und gelebte Bindungen machen Lust auf Welterkundung!"

Information des Jugendamts beim Landratsamt Ortenaukreis zur Tagespflege von Kindern unter drei Jahren


Fachtag Kindertagespflege beim Landratsamt "Erlebte und gelebte Bindungen machen Lust auf Welterkundung!"


Rund 100 Tagespflegepersonen begrüßte Sozialdezernent Georg Benz zum Fachtag Kindertagspflege kürzlich im Landratsamt Offenburg. Das Jugendamt des Ortenaukreises hatte im Rahmen der praxisbegleitenden Fortbildung der im Landkreis tätigen Tagespflegepersonen zu einem Fachvortrag von Frau Dr. Gabriele Haug-Schnabel, Leiterin der selbstständigen „Forschungsgruppe Verhaltensbiologie des Menschen" (FVM) mit Sitz in Kandern, eingeladen.
Auf ihre einleitende Frage „Was muss ein Kind erfahren, um so viel Lust auf Neues zu verspüren", antwortete Haug-Schnabel mit einem zentralen Forschungsergebnis: „Kinder brauchen in ihrem Umfeld Menschen, die sich ihnen zuwenden, die sich interessieren und sie begleiten. Verlässliche zwischenmenschliche Beziehungen sind grundlegende Voraussetzungen für eine gelungene Entwicklung des Kindes", betonte Haug-Schnabel. Die Verhaltensbiologin veranschaulichte ausführlich die Erwartungen von Kindern an ihre Entwicklungsbegleiter. „Kinder benötigen von Tagespflegepersonen voraussagbare Reaktionen, verlässliche Antworten auf Fragen, Regulationshilfen zur Stressbewältigung und anregende Informationen" so die Forscherin. Haug-Schnabel appellierte, dass Kinder eine „sanfte Eingewöhnung" benötigen, die von den abgebenden Eltern und Tagespflegepersonen in deren Tun berücksichtigt werden muss. „Eine zeitweilige Trennung von den Hauptbezugspersonen zugunsten ergänzender Beziehungsangebote und einer Erweiterung des Erfahrungsraumes, erleben Kinder dann als Bereicherung", erläuterte Haug-Schnabel, die ihre wissenschaftlichen Ergebnisse mit praktischen Beispielen dokumentierte, um damit den Tagespflegepersonen wertvolle Hilfestellungen für den pädagogischen Alltag zu geben.
„Aufgrund ihres familiären häuslichen Rahmens ermöglichen gerade die Strukturen der Kindertagespflege, stabile und sichere Beziehungen zu Kindern aufzubauen", bekräftigte die Naturwissenschaftlerin. „Erlebte und gelebte Bindungen machen Lust auf Welterkundung", schloss Haug-Schnabel.
Die Fortbildung von Tagespflegepersonen bildet eine wichtige Grundlage für die Qualität der Betreuungsangebote, sagte Sozialdezernent Benz im Anschluss und betonte die Bedeutung der Kindertagespflege beim Ausbau der Kindertagesbetreuung. „Die Rahmenbedingungen der Kindertagespflege wurden im Ortenaukreis in den letzten Jahren so weiterentwickelt, dass neben den Kindertageseinrichtungen ein gleichwertiges Bildungs- und Betreuungsangebot entstanden ist. Gerade im Bereich des Bedarfs bei außergewöhnlichen Betreuungszeiten und bei der Betreuung von Kindern unter 3 Jahren hat die Kindertagespflege durch ihre hohe Flexibilität eine wichtige Aufgabe", so Benz.

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Information des Jugendamts beim Landratsamt Ortenaukreis zur Tagespflege von Kindern unter drei Jahren


Information des Jugendamts beim Landratsamt Ortenaukreis zur Tagespflege von Kindern unter drei Jahren


Tagespflege von Kindern unter drei Jahre – Zuschüsse seit 2012 verdreifacht – weiterhin unabhängig vom Einkommen der Eltern!
 
Die Kindertagesbetreuung wird im Ortenaukreis weiter ausgebaut. Dies gilt im Besonderen für die Betreuung von Kindern im Alter von unter drei Jahren. Während die Städte und Gemeinden weitere Krippenplätze schaffen, fördert der Ortenaukreis den Ausbau der Kindertagespflege u.a. durch die Auszahlung von Landeszuschüssen. 
 
Das Land Baden-Württemberg stellt für die Eltern von Kindern unter drei Jahren seit dem Jahr 2009 besondere Zuschüsse bereit, um sie bei der Bezahlung der Betreuungskosten ihrer Tageseltern zu entlasten. Diese Zuschüsse wurden ab dem Jahr 2012 verdreifacht! Sie werden weiterhin unabhängig vom Einkommen der Eltern gewährt und richten sich ausschließlich nach der Betreuungszeit des Kindes.
 
Im Ortenaukreis betragen diese Zuschüsse seit dem 01.01.2012:
 
... bei einer Betreuungszeit in Stunden von ...
 
 
 
 
 
 
 
 
 
täglich oder
1
2
3
4
5
6
7
8
wöchentlich oder
5
6 - 10
11 - 15
16 - 20
21 - 25
26 - 30
31 - 35
36 - 40
monatlich
21
22 - 42
43 - 63
64 - 84
85 - 105
106 - 126
127 - 147
148 - 168
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zuschuss mtl. EUR
66,-
132,-
198,-
265,-
331,-
397,-
463,-
529,-
 
 
Voraussetzung ist ferner, dass die Betreuung von qualifizierten Tageseltern im Umfang von mindestens 5 Stunden wöchentlich geleistet wird.
 
Die Zuschüsse werden vom Jugendamt in der Regel halbjährlich für die jeweils zurückliegenden Monate ausbezahlt. Entsprechende Anträge sind unter der Tel.Nr. 0781/805-1435 erhältlich oder können über das Internet (ortenaukreis / bürgerservice / formulare / kinder und jugend / zuschussantrag kinder unter drei jahren in tagespflege) bezogen werden. Die Zuschüsse (sie gelten nicht für Tageseinrichtungen!) können noch rückwirkend ab dem 01.01.2012 beantragt werden.
 
Eltern, die vom Jugendamt bereits bei der Bezahlung ihrer Tagesmutter unterstützt werden, aber dennoch einen Eigenanteil zu leisten haben, wird der Zuschuss automatisch erstattet. Weitergehende Beratung und Unterstützung bei Fragen zu diesem Thema geben Harald Wendle in Offenburg (0781/805-1382) und Mechtilde Schorpp in Lahr (07821/95449-2155).

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